Diese Seite verwendet Cookies

Wenn Sie auf "Alle Cookies akzeptieren" klicken, stimmen Sie der Speicherung von Cookies auf Ihrem Gerät zu, um die Navigation auf der Webseite zu verbessern, die Nutzung der Webseite zu analysieren und unsere Marketingaktivitäten zu unterstützen. Weitere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzrichtlinie.

Nierenschwäche: Oft zu spät erkannt – So können Sie Ihr Tier schützen

Trinkt Ihr Hund oder Ihre Katze plötzlich mehr Wasser als gewöhnlich? Muss Ihr Tier häufiger zur Toilette? Diese Symptome könnten erste Anzeichen einer Niereninsuffizienz sein – einer ernsthaften Erkrankung, die leider oft zu lange unerkannt bleibt. Wird die Krankheit jedoch frühzeitig diagnostiziert, lässt sich das Fortschreiten der Schädigung meist gut aufhalten oder verlangsamen. Andernfalls kann eine fortgeschrittene Niereninsuffizienz lebensbedrohlich werden.

Warum sind gesunde Nieren so wichtig?

Die Nieren spielen eine zentrale Rolle im Körper Ihres Haustieres. Sie haben die Aufgabe, das Blut zu filtern und schädliche Stoffe über den Urin auszuscheiden. Zudem regulieren sie den Wasser- und Mineralstoffhaushalt, was für das allgemeine Wohlbefinden wichtig ist. Sowohl Hunde als auch Katzen besitzen zwei Nieren, die aus vielen Nephronen bestehen – winzigen funktionellen Einheiten, die die eigentliche Filterarbeit leisten.

Niereninsuffizienz: Eine häufige Gefahr bei Katzen

Besonders bei älteren Katzen ist eine chronische Nierenschwäche keine Seltenheit. Sie gehört zu den häufigsten Todesursachen bei Samtpfoten. Mit dem Alter nimmt die Anzahl funktionsfähiger Nephrone ab, und die Regenerationsfähigkeit der Nieren sinkt. Infektionen, Toxine oder genetische Veranlagungen können zusätzliche Ursachen für Nierenprobleme sein. Leider zeigen Katzen oft erst sehr spät Symptome, was die Behandlung erschwert. Auch Hunde sind betroffen, aber in deutlich geringerem Ausmaß.

Diese Symptome sollten Sie nicht ignorieren

Neben vermehrtem Trinken und Wasserlassen können auch weitere Symptome auf eine Nierenschwäche hinweisen:

  • Ungewollter Gewichtsverlust
  • Appetitlosigkeit oder Erbrechen
  • Durchfall
  • Trägheit oder Apathie
  • Verschlechterter Zustand von Fell und Haut

Wenn Sie eines oder mehrere dieser Anzeichen bei Ihrem Tier bemerken, sollten Sie schnellstmöglich einen Tierarzt konsultieren.

Vorsorge ist der beste Schutz: So bleibt Ihr Tier gesund

Eine frühzeitige Diagnose ist entscheidend. Die regelmäßige Kontrolle der Blut- und Urinwerte hilft, eine mögliche Nierenerkrankung bereits in einem frühen Stadium zu erkennen, lange bevor ernsthafte Schäden entstehen. Bei Katzen wird ein Check-up ab dem 8. Lebensjahr empfohlen, bei Hunden ab dem 6. bis 8. Lebensjahr – je nach Rasse und Gesundheitszustand. In Ihrer Tierarztpraxis können weitere Untersuchungen, wie Röntgen oder Ultraschall, durchgeführt werden, um den Zustand der Nieren genau zu beurteilen.

Ernährung als Schlüssel zur Behandlung

Wird eine Niereninsuffizienz diagnostiziert, kann die Umstellung auf ein spezielles Diätfutter helfen, den Verlauf der Erkrankung zu verlangsamen. Eine eiweiß- und phosphorarme Ernährung entlastet die Nieren und sorgt dafür, dass weniger Giftstoffe im Blut zurückbleiben. Wichtig ist jedoch, dass die Diagnose durch den Tierarzt gestellt wird, bevor das Futter umgestellt wird. Eine „Vorsichtsdiät“ ohne vorherige Untersuchung kann im schlimmsten Fall mehr schaden als nützen.

Unser Rat: Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen

Warten Sie nicht, bis erste Symptome auftreten. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen in Ihrer Tierarztpraxis geben Ihnen und Ihrem Tier Sicherheit. Schon ein einfacher Bluttest kann Aufschluss darüber geben, ob die Nieren Ihres Haustiers einwandfrei funktionieren.

Zögern Sie nicht, uns anzusprechen, wenn Sie Fragen zur Nierengesundheit Ihres Tieres haben. Wir beraten Sie gerne umfassend und individuell.

Weitere Blogartikel

Kleintiere

Rüdenverhalten eindämmen – Ist eine chemisch Kastration die Lösung?

Das Verhalten Ihres Rüden bereitet Ihnen Sorgen? Vielleicht zeigt Ihr Hund verstärkt Dominanzverhalten, neigt zu Streitereien mit anderen Rüden oder ist durch läufige Hündinnen kaum noch ansprechbar. In solchen Fällen wird oft über eine Kastration nachgedacht. Doch eine operative Kastration ist nicht immer der beste oder einzig sinnvolle Schritt. Eine sogenannte chemische Kastration kann eine Möglichkeit sein, das Verhalten Ihres Rüden zeitweise zu verändern, ohne irreversible Maßnahmen zu ergreifen. Doch was genau steckt dahinter?

Mehr lesen →
Großtiere

Biosicherheitsmaßnahmen in der Schweinehaltung

Das niedersächsische Biosicherheitskonzept beinhaltet den dreistufigen Biosicherheitsleitfaden, die jeweiligen Checklisten, sowie den Biosicherheitsmanagementplan. In diesem Artikel finden Sie alle Infos dazu.

Mehr lesen →
Kleintiere

Harngries: Frühzeitig abchecken lassen – Warum Vorsorge so wichtig ist

Wenn Ihr Tier plötzlich Schwierigkeiten beim Wasserlassen hat oder sich auffällig häufig leckt, kann das auf Harngries hinweisen – eine Erkrankung, die für betroffene Tiere sehr schmerzhaft sein kann. Harngries, auch Blasengrieß genannt, ist eine Vorstufe zu Blasensteinen und kann unbehandelt ernste gesundheitliche Folgen haben. Doch mit der richtigen Vorsorge und einer frühzeitigen Diagnose lässt sich das Risiko deutlich minimieren. In diesem Beitrag erfahren Sie, woran Sie Harngries erkennen, welche Tiere besonders gefährdet sind und wie Sie vorbeugen können.

Mehr lesen →
Kleintiere

Senioren auf vier Pfoten: Warum Alter keine Krankheit ist – und wie Sie den Alltag Ihres Tieres erleichtern

Wenn Hunde, Katzen oder Kleintiere älter werden, hören Tierhalter oft Sätze wie: „Das ist eben das Alter.“ Doch genau hier liegt ein großes Missverständnis. Alter ist keine Krankheit, sondern eine Lebensphase – und viele Beschwerden, die als „normal“ abgetan werden, sind gut behandelbar. Mit der richtigen Aufmerksamkeit, kleinen Anpassungen im Alltag und regelmäßiger tierärztlicher Begleitung können ältere Tiere noch viele Jahre Lebensqualität genießen. In diesem Beitrag zeigen wir, worauf Sie achten sollten und wie Sie Ihr Tier im Alter bestmöglich unterstützen.

Mehr lesen →
Katze hebt die Pfote Tierarztpraxis Westeremstek

Termin vereinbaren

Schnell und unkompliziert zum Behandlungstermin für Ihr Tier.

Jetzt Termin vereinbaren
Link arrow